nz-crossing – Vorbereitungen (Teil 1)

Dunkle Wolken hängen tief über den Dächern der Stadt und kündigen den vorhergesagten Regen an. Es ist Samstag Morgen und ich sitze in meiner Hamburger Wohnung beim Frühstück, als ich plötzlich eine Nachricht erhalte, dass eine Sendung für mich in der Packstation eingetroffen ist. Zuerst bin ich etwas ratlos, da ich doch in der letzten Zeit nichts bestellt habe. Doch dann fällt mir ein, dass ich vor etwas mehr als 3 Monaten ein Buch über den Te Araroa in Neuseeland geordert hatte. Die ersten Vorbereitungen zur Reise haben also schon vor einiger Zeit begonnen.

Eine Reise ob kurz oder lang vorzubereiten, finde ich schon sehr aufregend, befasse ich mich doch dann laufend mit einem Thema, welches mir viel Spaß bereitet. Während einer Diashow von Klaus Schubert zu dem Buch „Abgefahren – In 16 Jahren um die Welt„, sagte er, eine Reise beginnt damit, dass man nicht nur davon redet, sondern einen Termin festsetzt. Und nachdem für mich klar war, wann es losgehen soll, hatte ich ein klares Ziel vor Augen.

Seit dem beschäftige ich mich, mal mehr mal weniger, mit den Vorbereitungen. Am Anfang stand die Informationsbeschaffung: Wo geht der Track genau lang? Wie ist das Gelände? Wie sieht es mit der Unterkunft aus? Und und und… Neben verschiedenen Internetseiten und Blogs zum Te Araroa, bin ich immer wieder auf ein Buch aufmerksam geworden. Alle Bemühungen dieses Buch in Deutschland aufzutreiben, egal ob bei Amazon oder verschieden Buchhändlern, führten immer zum gleichen Ergebnis. Entweder war es erst gar nicht gelistet, oder wenn im System, dann trotzdem nicht zu bestellen.

book-01Schlussendlich bin ich bei einem Internet-Shop, direkt in Neuseeland erfolgreich gewesen. Und obwohl die Versandgebühren den Preis fast verdoppelten, habe ich das Buch bestellt und war gespannt, ob und wann es denn ankommt. Und was soll ich sagen? Es hat geklappt. Mit einem Zoll-Siegel und unbeschadet, lag das Päckchen im Fach und wartete auf mich.

book-02Somit war es auch nur halb so schlimm, dass das weitere Wochenende sehr verregnet war, hatte ich doch immerhin das Buch und konnte mich gedanklich wieder ein wenig mit der Reise beschäftigen. Allerdings hatte ich mir etwas mehr praktische Informationen zu den einzelnen Streckenabschnitten erhofft und dafür etwas weniger historischen Hintergrund.

Aber die Frage, ob ich denn ein Zelt mitnehmen soll, oder nur in Hütten übernachte, hat sich bereits geklärt. Gibt es auf der Südinsel noch recht viele Hütten, so kommen auf der Nordinsel sehr lange Abschnitte, komplett ohne Hütte aus. Und wenn man’s genau nimmt, ist es mir so auch lieber. Auch wenn somit ein paar extra Kilo anfallen, die getragen werden möchten, habe ich mit einem Zelt doch die Möglichkeit unabhängig zu sein und zu übernachten, wo es mir gefällt. Dies hatte ich auch schon bei meiner letzten Norwegen-Reise sehr zu schätzen gewusst.

Des weiteren ist dem Buch zu entnehmen, dass an einigen Punkten der Streckenverlauf noch nicht ganz klar ist. Besonders bei breiteren Flussläufen (bis zu 2 km!) wird der Weg offiziel unterbrochen und auf Alternativen aufmerksam gemacht. Wie meine Alternativen aussehen werden, entscheidet sich, wenn ich davor stehe. Ich bin gespannt!

Da es noch jede Menge anderer Dinge zu organisieren gilt, wird es mir auch in Zukunft bestimmt nicht langweilig werden. Doch dazu demnächst mehr 🙂

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