Ostharz

Eine Freundin hatte mich vor kurzem gefragt, ob ich nicht Lust hätte, mit ihr zusammen für ein paar Tage wandern zu gehen. Da ich auch ganz gerne mal in Begleitung unterwegs bin und noch immer Zeit habe, ließ ich mich nicht lange bitten. Allerdings hatten wir nur 5 Tage und haben uns im Vorfeld schnell auf den Ostharz festgelegt, da die Anreise von Berlin aus recht kurz ist. So ging es also am Donnerstag, den 25. Juni, am späten Vormittag mit meinem Camper los Richtung Harz.

Unterwegs kaufen wir noch ein und erreichen gegen 15:00 Uhr unsere erste Anlaufstelle, den Campingplatz Bremer Teich. Der Platz wird fast ausschließlich von Langzeitcampern bewohnt und ist alles andere als gemütlich. Doch zum Übernachten reichts und nach unserer Ankunft unternehmen wir gleich noch eine kleine Wanderung, auf der 4 Stempel der Harzer Wandernadel den Weg in meinen Wanderpass finden. Mit dem Sammeln der Stempel hatte ich vor einigen Jahren begonnen, als ich für längere Zeit in Braunschweig gelebt hatte und oft in den Harz gefahren bin.

Mausoleum

Mausoleum

Am zweiten Tag ging es von Meisdorf, entlang der Selke zur Burg Falkenstein und von dort aus in einem großen Bogen wieder zurück nach Meisdorf, wo wir das Auto geparkt hatten. Da die Strecke laut Wanderführer gerade mal 16 km lang ist, gab es genügend Zeit für Pausen, oder auch um sich an einigen der Stationen eines Trimm-Dich-Pfades auszuprobieren. Gleich zu Beginn der Wanderung sind wir auch am Mausoleum der Grafen von Asseburg vorbeigekommen, einem sehr schönen Bau im neugotischen Stil.

Teufelsmauer

Teufelsmauer

Da der Samstag gleich mit Regen startete und es auch den weiteren Tag so bleiben sollte, hatten wir beschlossen einen Ruhetag einzulegen und sind zum Frühstück in das nahegelegene Quedlinburg gefahren. Quedlinburg hat eine sehr schöne Altstadt, mit vielen Plätzen und kleinen Gassen, welche wir auch ausgiebig erkundeten. Auf dem Weiterweg nach Thale, hatten wir noch einen Zwischenstopp an der Teufelsmauer, einem beeindruckenden Naturphänomen, eingelegt. Direkt im Ort gibt es übrigens den recht gemütlichen KlosterCampingplatz Thale. Dieser ist zwar nicht gerade billig, aber sein Geld auf jeden Fall wert und wer mag, kann dort auch in einem Baumhaus übernachten.

Harzer Vorland

Harzer Vorland

Am Sonntag ging es auf eine der wohl bekanntesten Wanderungen im Harz: Thale – Treseburg – Thale. Das Wetter war heute wieder perfekt und um uns bei der Sonne den steilen Anstieg zum Hexentanzplatz zu sparen, haben wir kurzentschlossen die Seilbahn genommen. Vom Hexentanzplatz aus geht es dann auf recht bequemen Waldwegen, oben an den Klippen zum Bodetal entlang, nach Treseburg. Vom Klippenrand hat man immer wieder einen tollen Ausblick in das Bodetal und bei schönem Wetter auf das Harzer Vorland. Von Treseburg geht es dann entlang der Bode, diesmal im Tal, zurück nach Thale. Hatten wir die Wege oberhalb noch fast für uns alleine, so kommen wir uns hier fast wie auf einer Autobahn vor. Überall Gruppen von Sonntagsausflüglern, welche das herrliche Sommerwetter draußen genießen wollen.

Glockenstein

Glockenstein

Montag war es dann auch schon wieder Zeit für die Rückfahrt, allerdings nicht ohne vorher noch eine kurze Wanderung zu unternehmen. Von Thale aus sind wir erst Richtung Stecklenberg gewandert und kurz vor dem Ort abgebogen, zum Glockenstein. Dieser soll übrigens den Hexen in der Walpurgisnacht, mit seinem Glockenläuten, den Weg zum Hexentanzplatz weisen.

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