nz-crossing – Herbst

Arrowtown

Arrowtown

Hier in Neuseeland hat jetzt endgültig der Herbst Einzug gehalten; es ist kalt, es wird früh dunkel, es regnet viel und die Bäume leuchten in allen möglichen Farben. Aber auch wenn das Wetter nicht immer zum besten steht, lassen wir uns davon nicht abschrecken und erkunden Neuseeland jetzt zu zweit.

Nachdem ich Anja in Christchurch vom Flughafen abgeholt hatte, haben wir noch gemeinsam die Ruinen der Stadt besichtigt bevor es am Abend an die Grobplanung der nächsten 4 Wochen ging. Von Christchurch aus soll es über Arthurs Pass an die Westküste gehen, diese entlang nach Süden bis zum Fjordland, weiter zur Ostküste und wieder nach Norden, bevor es für die letzte Woche noch auf die Nordinsel geht. Viel detaillierter wollten wir auch gar nicht werden, sondern uns einfach treiben lassen und wo es uns gefällt, Halt machen. Bisher sind wir mit dieser Taktik auch ganz gut gefahren und haben in den letzten zwei Wochen schon so einiges erlebt.

In Christchurch hatten wir einen Camper-Van gemietet und mit diesem ging es auch gleich los, in Richtung Arthurs Pass. Zum Glück gewöhnt man sich recht schnell daran, dass hier alle auf der falschen Seite fahren, was ich mir anfangs schlimmer vorgestellt hatte. Da es bei unserer Ankunft schon recht spät war, sind wir gleich auf einen Campingplatz gefahren und haben es und gemütlich gemacht.

Arthurs Pass war dann auch gleich der Ausgangsort für die erste Wanderung. Für zwei Tage ging es in die umliegende Bergwelt und da hier momentan nicht mehr viel los ist, hatten wir eine riesen Berghütte für uns alleine. Diese hatten wir zum Glück noch kurz bevor es dunkel wurde erreicht und erst mal ein Feuer im Ofen entfacht, um die Kälte zu vertreiben.

Von Arthurs Pass ging es dann weiter zur Westküste und diese entlang nach Süden. Unterwegs gönnen wir uns immer mal wieder einen kurzen Stopp, für ein Café, ein Stück Kuchen oder einen der leckeren Pie’s, die es hier überall gibt. Der nächste Halt war auf einem kleinen Campingplatz in Okarito, direkt an der Tasmanischen See, von wo aus man einen tollen Ausblick auf die vom Sonnenuntergang angestrahlten Gipfel der umliegenden Alpen hat. Am Abend beim Lagerfeuer lernten wir dann noch zwei Deutsche kennen, welche die letzten 3 Jahre mit dem Segelboot rund um Neuseeland unterwegs waren, was bei mir gleich wieder die nächsten Träume geweckt hat.

Da 4 Wochen für eine Reise queer durch Neuseeland nicht gerade viel sind und auch noch die eine oder andere Wanderung ansteht, müssen wir uns auf einige Orte beschränken. Dabei darf natürlich ein Besuch in Wanaka, Arrowtown und Queenstown nicht fehlen. In Wanaka hatten wir nach einer kurzen Tageswanderung noch das Puzzeling World besucht. Dort lohnt ein Besuch auf jeden Fall, kann man in der Ausstellung doch jede Menge Installationen sehen, welche mit optischen Täuschungen das menschliche Gehirn ganz schön foppen. Und aus dem zugehörigen Irrgarten hatten wir dann auch nach ca. 2 Stunden den Weg wieder rausgefunden. Über Arrowtown und Queenstown ging es weiter nach Te Anau, von wo aus wir auf den Kepler Track gestartet sind.

Es ist noch früh am Morgen, als wir von der Luxmore Hütte, welche wir am Vorabend erreicht hatten, aufbrechen. Ausser unseren Schritten und dem Klicken der Stöcker auf dem gefrorenen Boden, ist kein Geräusch zu hören und die Sonne beginnt gerade über den Bergen aufzugehen. Der zweite Tag auf dem Kepler Track führt uns bis auf 1400 Meter und die Aussicht auf den Fjordland Nationalpark ist atemberaubend schön. Die Landschaft wechselt immer wieder zwischen Bergen und Seen, so dass man sich gar nicht satt sehen kann. Auch wenn die letzten beiden Tage nicht mit diesem Ausblick aufwarten können, bleibt die Strecke doch sehr abwechslungsreich und ehe man sich versieht, ist auch diese Wanderung schon wieder vorüber.

Von Te Anau aus wollen wir nun an die Ostküste und dann weiter nach Norden. Über welchen Weg allerdings, wird sich erst noch zeigen.

Bilder gibt es wieder hier (bzw für Mac-Besitzer hier drücken)

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