Der letzte schöne Herbsttag

Samstag 24. Oktober

Oft geht es auch mir wie einem der Hauptprotagonisten aus dem Film Der letzte schöne Herbsttag; bei schönem Wetter zieht es mich nach draußen. Laut Wetterbericht sollte man es sich heute eigentlich lieber mit einem schönen Buch auf der Couch bequem machen und heißen Tee trinken. Doch ein Blick aus dem Fenster am frühen Morgen, verspricht jede Menge Sonne und blauen Himmel. Und da dies ja der letzte schöne Herbsttag sein könnte, knüpfe ich kurzentschlossen die Thermoschicht in meine Motorradkombi, suche die warmen Handschuhe raus und kurze Zeit später verlasse ich die Stadt auf meinem Motorrad Richtung Norden.

Wie schon so oft fahre ich bis Liebenwalde auf den kleineren Landstraßen, nur das ich diesmal am Oder-Havel-Kanal eine erste kurze Pause einlege. Hier lasse ich mich von der Sonne wieder etwas aufwärmen, da es morgens doch noch recht frisch ist. Übrigens gebe ich gerne zu, dass ich zu dieser Jahreszeit mit beheizten Handgriffen fahre 🙂  Nachdem ich noch ein paar Frachtschiffe beobachtet und an die zurückliegende Tour auf der Havel gedacht habe, setze ich die Fahrt fort.

Kurz hinter Liebenwalde verlasse ich die Landstraße und weiter geht es auf Feld- und Waldwegen, von denen man in Brandenburg noch recht viele befahren darf. Teilweise ist der Sand so tief, dass ich verdammt konzentriert sein muss um nicht zu stürzen. Aber es bleibt immer noch genügend Zeit, um die wunderschöne Herbstlandschaft um mich herum aufzunehmen.

Ab Zehdenick führt mich der Weg zischen vielen kleinen Seen entlang bis zum Ziegeleipark Mildenberg. Diesen lasse ich diesmal jedoch (für eine spätere Besichtigung) links liegen und finde mich alsbald auf der Landstraße Richtung Templin wider.

In der Ortschaft Hammelspring sehe ich am Straßenrand ein Schild, welches auf eine Chocolaterie hinweist. Bei der nächsten Kreuzung wende ich und schaue kurze Zeit später zwei Frauen zu, wie sie verschiedene Schokoladenfiguren herstellen. Und wenn man die riesigen Bottige mit flüssiger Schokolade sieht, möchte man am liebsten einen großen Löffel rein halten. Mir geht es jedenfalls so. Aber ich begnüge mich für dieses Mal, mit 2 Tafeln aus dem zugehörigen Verkaufsraum.

Eigentlich wollte ich in Templin wieder umkehren, aber da sich das tolle Wetter hält und ich eh nichts anderes vor habe, fahre ich einfach weiter. Und so geht es über Boitzenburg und Lychen nach Fürstenberg/Havel. Beim Marktplatz stelle ich das Motorrad ab und vertrete mir am Wasser noch etwas die Füße. Anschließend geht es über die B96 wieder Richtung Berlin und gut anderthalb Stunden später sitze ich in der heißen Badewanne und lasse die Eindrücke noch einmal an mir vorbei ziehen.

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